Vivantes Service GmbH: „Alle für einen – einer für alle – TVöD“

Zweitägiger Warnstreik am 12./13. April 2016

ver.di fordert für die nicht tarifgebundenen Beschäftigten der Vivantes Service GmbH  (VSG) den Tarifvertrag öffentlicher Dienst (TVöD). Die Geschäftsführung ist nur bereit, einen sogenannten “marktüblichen“ Tarifvertrag zu vereinbaren. Die Forderung zur Übernahme des TVöD wurde durch die Arbeitgeberseite abgelehnt und auch kein Angebot vorgelegt. Deshalb hatte ver.di alle Beschäftigten in der VSG zum zweitägigen Warnstreik am 12./13.April 2016 aufgerufen. In der Pressemitteilung zum Streik heißt es:

„(…) Der Warnstreik bei der Vivantes Service GmbH dauerte zwei Tage und untermauerte eindrücklich die Forderung nach Beschäftigung nach dem gleichen Tarifvertrag wie in der Muttergesellschaft Vivantes, dem TVöD (Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes). Während die Kolleg/innen bei Vivantes sich auf Warnstreiks für Tariferhöhung und den Erhalt ihrer Altersversorgung vorbereiten, stehen die Kolleg/innen der Service GmbH teilweise ganz ohne Tarifvertrag da – und werden teilweise mit Löhnen am Mindestlohn abgespeist. Im letzten Jahr waren noch einmal sehr viele Kolleg/innen in die Service GmbH ausgegliedert worden. Obwohl für sie immer noch der TVöD gilt, zeigten sich viele von ihnen solidarisch mit den tariflosen Kolleg/innen. „Alle für einen – einer für alle – TVöD“ stand auf den Buttons, die sich fast alle streikenden Kolleg/innen anhefteten.

In drei Verhandlungsrunden hatte die Geschäftsführung bisher kein Angebot vorgelegt. Das nehmen die Kolleg/innen nicht länger hin. Beschäftigte aus den verschiedenen Standorten aus den Bereichen Zentralsterilisation, dem Patientenbegleitservice, der Technik, der Wäscheversorgung und aus Lager und Logistik versammelten sich am Dienstag an den zentralen Streikorten in Friedrichshain und Neukölln.

Bei gutem Wetter und ausgezeichneter Stimmung war für die Beschäftigten eines klar: wenn die Geschäftsführung sich nicht sehr deutlich bewegt, werden sie wiederkommen. „Wir waren sehr geduldig und haben lange darauf gewartet, dass die Geschäftsführung sich bewegt. Jetzt haben wir auch einen langen Atem im Streik“, so der Tenor der Beschäftigten.

Unterstützung kam von vielen Seiten – von anderen Beschäftigten bei Vivantes den TherapeutInnen, die selbst gegen die Ausgliederung in ihrem Bereich kämpfen, und der Pflege. Gemeinsam stehen die Beschäftigten bei Vivantes in der Kampagne „Zusammenstehen“ Seite an Seite. Auch aus anderen Berliner Landesbetrieben, wo die Beschäftigten sich gegen prekäre Beschäftigung zur Wehr setzen, und nicht zuletzt der CFM, der großen Servicegesellschaft der Charité, kamen Solidaritätsbekundungen. (…)

Quelle: http://gesundheit-soziales-bb.verdi.de/branchen-berufe/krankenhaeuser (Meldung vom 14.04.2016)

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